Lehrstuhl für Marketing

ICC 2010

Studenten der TU Kaiserslautern beeindrucken im nationalen und internationalen Vergleich

„Accenture Case Challenge“ ist der Name eines Fallstudienseminars aus dem Lehrangebot des Lehrstuhls für Marketing von Prof. Dr. Stefan Roth. Im dritten Jahr in Folge veranstaltet, fokussiert das Seminar auf konkrete Anwendungsbeispiele für Lehrinhalte und ist die Basis der Teilnahme ausgewählter Studenten an diversen Fallstudienwettbewerben. 

Im Wintersemester 2008/2009 nahmen die Studenten Martin Tritschler, Susanne Krieger, Assem Oubari, Jan Sehrt, Harald Wonneberger, Kang-Yin Lee und Fabian Schwahn an gleich drei Fallstudienwettbewerben teil und überzeugten durch hervorragendes Abschneiden im nationalen sowie internationalen Vergleich.

Das Team der TU Kaiserslautern gewann den bundesweiten KREATI Fallstudienwettbewerb, belegte knapp geschlagen den zweiten Platz beim internationalen TIMES Fallstudienwettbewerb in Schweden und wurde Halbfinalist bei der „28. John Molson MBA International Case Competition“ in Montreal, Kanada.

Sieg beim KREATI Fallstudienwettbewerb

Der VWI (Verband Deutscher Wirtschaftsingenieure e.V.) ist Organisator des bundesweiten KREATI Fallstudienwettbewerbs. Bei diesem treten in drei Runden ca. 300 Studenten gegeneinander an. Eine Besonderheit ist unter anderem, dass es sich ausschließlich um Studenten des Wirtschaftsingenieurwesens handelt.

Beschreibung von links nach rechts - Siegerehrung in Dresden:Prof. Dr.-Ing. Michael Völker (Juror); Jens Nickol, VWI Dresden (Organisation); Jan Sehrt, Student TU Kaiserslautern (Gewinnerteam); Maximilian von Teuffel, VWI Dresden (Organisation); Harald Wonneberger; Martin Tritschler; Kang-Yin Lee, TU Kaiserslautern (Gewinnerteam).

Die Teilnahme des Teams aus dem Seminar des Lehrstuhls für Marketing war ein voller Erfolg. In der Vorrunde qualifizierte sich das Team für das Halbfinale in Kassel, wo sich die Kaiserslauterer Studenten gegen die Teams aus Darmstadt, Dortmund, Ilmenau, und Kassel durchsetzten und damit ins Finale einzogen.

Im Finale in Dresden warteten die Sieger der Halbfinale in Ilmenau, Berlin und Landshut. Alle Teams beeindruckten durch professionelles Auftreten, innovative Lösungen und gekonnte Präsentationen. Doch am Ende war es das Team aus Kaiserslautern, das die Jury überzeugte und als Sieger aus dem bundesweiten Fallstudienwettbewerbs hervorging.

Zweiter Platz beim TIMES Fallstudienwettbewerb

Der länderübergreifende Dachverband der Wirtschaftsingenieurstudenten „ESTIEM“, dem 62 Universitäten aus 25 Ländern angehören, ist Veranstalter des internationalen TIMES Fallstudienwettbewerbs. TIMES steht für „Tournament In Management and Engineering Skills“. Bei diesem Wettbewerb um den Titel “best IEM-students of the year 2009” treten Teams aus ganz Europa gegeneinander an.

TIMES Team 2009

Das Team gewann den Vorausscheid in Kaiserslautern, setzte sich im Halbfinale in Ilmenau gegen Universitäten aus Städten wie Aachen, Darmstadt, Dresden, Graz und Wien durch und gelangte am 27. März 2009 ins Finale des Endausscheids in Linköping, Schweden. 

In Schweden behaupteten sich die Kaiserslauterer Studenten gegen renommierte Universitäten (aus Städten) wie Cambridge, München, Berlin, Hamburg, St. Petersburg, Karlsruhe, Budapest oder Zürich und erreichten einen beachtlichen zweiten Platz, lediglich knapp übertroffen vom Siegerteam aus Helsinki.

Halbfinalist bei der „28. John Molson MBA International Case Competition“

Bereits zum dritten Mal infolge konnte der Lehrstuhl für Marketing ein Team nach Kanada zur „28. John Molson MBA International Case Competition“ (ICC) schicken. Alljährlich von der Concordia University in Montreal/Kanada veranstaltet, zählt die ICC zu den ältesten und prestigeträchtigsten Fallstudienwettbewerben.
Bei der diesjährigen Veranstaltung vom 5. bis zum 11. Januar überzeugte das Kaiserslauterer Team mit dem Einzug ins Halbfinale. Ein beachtlicher Erfolg bei der Konkurrenz von 36 Teams renommierter MBA Programme aus 8 verschiedenen Ländern.

Angetreten waren nordamerikanische Universitäten wie Queens, Purdue, Kent State und Haskayne, aber auch Business Schools aus Singapur, Irland, Frankreich, Schweden, Finnland und Deutschland.
Das Kaiserslauterer Team, bestehend aus den Studierenden Susanne Krieger, Martin Tritschler, Jan Sehrt und Assem Oubari, verfehlte bei dem diesjährigen Wettbewerb nur knapp den Einzug ins Finale.

 

Martin Tritschler, Susanne Krieger, David Zitzlsperger (Coach), Assem Oubari, Jan Sehrt (v.l.) (Montreal Team 2009)

David Zitzlsperger, Mitarbeiter am Lehrstuhl für Marketing und Initiator der Kaiserslauterer Teilnahme, unterstreicht, dass zwar ein großartiger Erfolg gelungen ist, aber mit der Teilnahme nicht vorrangig das Ziel verfolgt wurde, das bisherige Abschneiden zu übertreffen. Auch wenn der direkte Vergleich das Hauptaugenmerk der ICC darstellt, steht das Sammeln von Erfahrungen im Mittelpunkt. Die Studenten werden im Wettbewerb mit den unter Stress erarbeiteten und präsentierten Lösungsalternativen konfrontiert. Es entsteht ein überaus intensives Lernen im wechselseitigen Austausch zwischen Universitäten unterschiedlicher Länder und Kontinente.

Neben den interkulturellen Begegnungen profitiert das gesamte Ereignis ICC von der Tatsache, dass hochrangige Repräsentanten von beteiligten Unternehmen den Teilnehmern nicht allein als Mitglieder der Jury gegenübertreten, sondern auch als Ansprechpartner und Kontaktpersonen der obersten unternehmerischen Entscheidungsebene.

Vorbereitung in Kronberg bei Accenture mit Berater Helge Ketelsen (vorne Mitte)

Gerade die Erfahrungen, die während der intensiven Vorbereitung auf den Wettbewerb und der Veranstaltung in Montreal gesammelt werden, sind für die Studenten enorm wichtig.

Wie schon in den vergangenen Jahren wurde das Projektseminar und auch die daraus folgenden Fallstudienbesuche durch die Kooperation des Lehrstuhls für Marketing mit der Unternehmensberatung Accenture, dem VWI und den Freunden und Förderern der TU Kaiserslautern unterstützt. Insbesondere die Berater von Accenture unter der Leitung von Helge Ketelsen (Kaiserslauterer Wirtschafsingenieur, Alumnus) helfen bereits im Vorfeld den Studenten die notwendige unternehmerische Perspektive zu verdeutlichen. Herr Ketelsen, schon in der Vorbereitung auf die Teilnahme 2007 und 2008 involviert, legt gerade auf diesen Praxisbezug besonderen Wert: „Im Berateralltag ist es normal, komplexe Sachverhalte in kurzer Zeit zu verstehen und die wichtigsten Punkte knapp zusammenfassen zu können. Genau das wird durch Fallstudienbearbeitung trainiert“.

Montreal Team beim Eröffnungsempfang der Royal Bank of Canada

Hubert Gross, Projektreferent des Universitätspräsidenten Prof. Dr. Dr. h.c. Helmut Schmidt, betont zudem, dass der Präsident das Projekt für überaus wichtig erachtet und die finanzielle Unterstützung der Fallstudienteilnahmen in Höhe der Teilnahmegebühr aus Mitteln der Freunde und Förderer der TU Kaiserslautern ausdrücklich befürwortet.

Die Kooperation mit der VWI Hochschulgruppe Kaiserslautern besteht in erster Linie aus der Einbindung des Kaiserslauterer Vorausscheids beim KREATI Wettbewerb in das Seminar des Lehrstuhls für Marketing.

Damit sind die Kooperationspartner direkt in die Veranstaltung eingebunden. Der Lehrstuhl bietet so im Rahmen des Projektseminars Studenten die Möglichkeit, sich gezielt auf das Bearbeiten von Fallstudien vorzubereiten. Accenture unterstützt das Seminar nicht nur finanziell, sondern lädt die Teilnehmer zu einem Praxistag in den Firmensitz nach Kronberg ein, wo die Studenten in einem eintägigen Workshop praxisnahe Problemstellungen bearbeiten und die gefundenen Lösungsansätze den Beratern vor Ort präsentieren. Für die Studenten ist dieser Einblick in den Berateralltag insbesondere wegen des direkten und intensiven Kontakts zu Unternehmensberatern ein echtes Erlebnis.

Für die Projektverantwortlichen am Lehrstuhl für Marketing ist das konstant gute Abschneiden der Kaiserslauterer Studenten, national und international, eine willkommene Bestätigung und überdies förderlich für Bekanntheit und Image des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften und der TU Kaiserslautern.

Thomas Robbert

Weitere Fotos sind hier zu finden

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